Die Grundschulfrage

20. März 2021

In der Geseker FDP-Ratsfraktion kristallisiert sich auf Basis der bisher vorliegenden Informationen ein Grobkonzept heraus, wie unter sozialen, pädagogischen und baulichen Aspekten die Geseker Schulstandorte für die nächsten Jahrzehnte aus- und umgebaut werden könnten.

Die Stadtverwaltung wandelt in der Neugestaltung der Schullandschaft auf eingetretenen Pfaden. Zumindest was die Entscheidungsweise angeht! Unfähig zu einem umfassenden Konzept, wird willkürlich ein Ausgangspunkt gewählt und von da ausgehend weitergebastelt. Tiefer gehende Überlegungen zu Auswirkungen einer Entscheidung werden als Blick in die Glaskugel abgetan. Diese Haltung wird geteilt vom Vorsitzenden des Schulausschusses Markus Smolin (CDU), der die Ausführungen des FDP-Vertreters Wolfgang Jüttemeier unterbrach, da ihm das was der vortrug zu weitgehend war und er die sogenannte Diskussion auf den derart vorgebenenen Rahmen beschränkte.

Konkret soll es so gehen: Die Stadtverwaltung gibt eine Frage vor und die Politik soll springen und letzlich die Verantwortung übernehmen. Diese Frage lautet: Sollen wir in der Kernstadt drei teure Grundschulen erhalten oder legen wir zwei in einem modernen Neubau zusammen? (Die Antwort scheint vorgegeben.) Dabei wäre die Frage richtig gestellt die, wie man die Geseker Schulstandorte in ihrem Umfeld mit all ihren Nutzungen künftig entwickelt. Es handelt sich schließlich nicht um isolierte Einrichtungen. Die Grundschulen sind in Schulzentren eingebunden, in denen sich z.B. auch Kindergärten, Musikschule, VHS oder andere Schulen befinden können. Man muss die Sache also breiter angehen, wenn man eine fundierte Entscheidung treffen möchte.
 
In der Geseker FDP-Ratsfraktion kristallisiert sich auf Basis der bisher vorliegenden Informationen ein Grobkonzept heraus, wie unter sozialen, pädagogischen und baulichen Aspekten die Geseker Schulstandorte für die nächsten Jahrzehnte aus- und umgebaut werden könnten.

 

Der Stadt liegt das Gutachten eines spezilisierten Architekturbüros vor, das als Basis für einen Ratsbeschluss dienen soll. Bezüglich der Alfred-Delp-Schule im Schulzentrum West konnten wir, die Geseker FDP-Ratsfraktion, die Angaben und Schlussfolgerungen in betreffendem Gutachten vor Ort nicht bestätigt finden. Während die Architekten das Gebäude für abgängig halten, fanden die FDP-Fraktionsmitglieder bei einer Besichtigung viele der aufgeführten Punkte anders vor. Sicher besteht hier aber Sanierungsbedarf.

Zustand und Struktur der angrenzenden Sekundarschule sind dagegen weitgehend unhaltbar, obwohl in der Vergangenheit von der Verwaltung immer wieder behauptet wurde, dass die Schulgebäude in Geseke weitgehend in einem guten Zustand seien.

Der Neubau der Schulgebäude im Schulzentrum Süd, abgesehen von der Kindertagesstätte, scheint jedoch unumgänglich, wenn man an dem Standort festhalten will. 
 

Die Geseker FDP-Ratsfraktion könnte sich, so der aktuelle Zwischenstand der Diskussion, folgende Veränderungen vorstellen: Die Alfred-Delp-Schule bleibt an ihrem bisherigen Standort in den bestehenden Gebäuden erhalten. Der vorhandene Raumbedarf und die räumlichen Anforderungen für den OGS-Betrieb ab 2024 werden dadurch erfüllt, dass das angrenzende Gebäude der Kita St. Josef der Schule zugeschlagen wird. Die lange geplanten, aber nicht ausgeführten Brandschutzmaßnahmen werden fertiggestellt. 

Die Sekundarschule wird in ein neu zu errichtendes Gebäude im Süden verlegt. 

Die bisherigen Räumlichkeiten der Sekundarschule werden weitgehend abgebrochen. Die Kindertagesstätte St. Josef wird an dieser Stelle, unter Einbeziehung der dafür geeigneten Teile der ehemaligen Schulgebäude, neu errichtet.

Betreffend die Marienschule ergeben sich zwei Möglichkeiten:

  • Die Schule wird mit der Sekundarschule in dem neu zu errichtendem Gebäudekomplex untergebracht und besteht als eigenständige Schule oder als Filiale einer der verbleibenden Geseker Grundschulen fort.
  • Die Marienschule wird aufgelöst und die Adenauerschule und die Alfred-Delp-Schule übernehmen künftig ihre Aufgabe.

Die Komplexität der Entscheidungsfindung dürfte deutlich sein. Und es kommen weitere Fragen hinzu. Die Adenauerschule könnte Schüler aus dem Einzugsbereich der Marienschule aufnehmen, wenn die Räume des Stadtarchivs frei würden. Wann das Archiv in ein anderes Domizil umziehen könnte, ist aber noch keineswegs absehbar. Zusätzliche Probleme könnten auf die Schulen zukommen, wenn in voraussichtlich drei Jahren ein Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz bestehen wird.

Da das genannte Gutachten etliche Fragen offen ließ, hat die FDP-Fraktion auf Nachfrage von der Verwaltung weitere Informationen bekommen. Warum diese nicht in die Diskussion des letzten Schulausschusses eingeflossen sind, bleibt rätselhaft. Wie groß eine Grundschule sein muss, damit sie heutigen und künftigen Anforderungen gerecht wird, wie eventuell die räumliche Einbindung einer kleinen Grundschule in ein neu errichtetes Schulzentrum möglich sein könnte, ob der Betrieb des dritten Grundschulstandortes der Kernstadt als Filiale Sinn gibt, all das ist noch nicht hinreichend geklärt.

 

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