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Klima-Aktions-Plan für Geseke (ausbaufähig)

Wie geht eine Stadt wie Geseke mit den Herausforderungen des Klimawandels um? Eine Antwort darauf soll der Klima-Aktions-Plan geben, den die Stadt Geseke in Auftrag gegeben hatte und der jetzt im Entwurf vorliegt.

Unsere Meinung zum Klima-Aktions-Plan in Geseke

 
Im Vorfeld hatten erste Skizzen des Klima-Aktions-Plans bereits für heftige Diskussionen gesorgt. Professionalität und Qualität des Entwurfs vom Büro „Energielenker wurden angezweifelt, auch aus Reihen der Geseker Liberalen. Es wurde nachgearbeitet. Nun sind die politischen Parteien gefragt, konkret Stellung zu beziehen.
 

Die Aufgaben im Bereich Klima und Energieversorgung sowie die Schonung unserer natürlichen Ressourcen stellen riesige Herausforderungen dar. Die Geseker FDP begrüßt insofern eine umfassende Konzeption, die ein Klima-Aktions-Plan darstellen kann. Es sei jedoch eine klare Abgrenzung zu Aufgabenfeldern notwendig, die von anderen bedient werden. „Wir verzetteln uns, wenn wir uns nicht auf unsere Möglichkeiten konzentrieren“, so Ausschussmitglied Felix Romberg. Es müsse immer berücksichtigt werden, welche planungsrechtlichen Instrumente der Stadt zur Verfügung stehen.

Die personellen Gegebenheiten sollten bei Planung und Umsetzung berücksichtigt werden. Nicht nur, dass es unbezahlbar werde und Personal knapp sei, die FDP glaubt nicht dass man hier weiterkommt, wenn man dem Motto „Viel hilft viel!“ folgt.


In den meisten Punkten gibt es jedoch Übereinstimmung mit dem Plan und die Kritik ist konstruktiv. Die FDP begrüßt beispielsweise ausdrücklich, dass als Basis für kommende Maßnahmen ein Status-Quo-Bericht erstellt werden soll. „Wir erwarten die Aufdeckung und Realisierung wesentlicher Einsparpotentiale durch die Einführung eines Energie-Management-Systems für städtische Gebäude.“

In anderen Punkten setzt die FDP mehr auf Dialog, als auf Beratung. So in Bezug auf die Wirtschaft. Energieverbrauch und Energiekosten stellen für viele Betriebe in Geseke eine Frage von existenzieller Bedeutung dar. Neben überregionalen Einrichtungen befasst sich darum auch das Geseker Wirtschaftsnetzwerk mit dieser Thematik. Hier solle ein Dialog gepflegt werden und Unterstützung gewährt werden, wo diese nachgefragt wird und möglich ist. Ein kompetentes Beratungsangebot kann die Stadt Geseke, so die Geseker Liberalen, sicher nicht bieten.


In der höchsten Prioritätsstufe des Klima-Aktions-Planes findet sich die kommunale Wärmeplanung. Das wird begrüßt, weil damit den Bürgern und Firmen Planungssicherheit gegeben werden kann und Fehlinvestitionen vermieden werden. Einigen Themen möchte die FDP jedoch eine andere Priorität einräumen.


Ergänzend zu den Vorschlägen der Energielenker beantragt die FDP-Ratsfraktion, Aspekte der Klimaresilienz stärker zu berücksichtigen, die bisher im Konzept nur am Rande erwähnt sind. Die Geseker Umweltpolitik könne sich nicht darauf beschränken, klimatische Folgen menschlichen Handelns einzudämmen, es müssten auch die Auswirkungen bereits erfolgter und laufender Veränderungen beachtet werden.


Im September werden die Stellungnahmen der Fraktionen des Geseker Rates diskutiert. Die FDP wird sich dafür einsetzen, dass die Geseker Klimapolitik mit Effizienz und Realitätssinn ihren Teil zur Bewältigung der Aufgaben beiträgt.

 
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